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Die Wortfolge im einfachen erweiterten Satz


Date: 2015-10-07; view: 1173.


Im Deutschen unterscheidet man wie im Russischen je nach der Redeabsicht drei Typen von Sätzen: Aussagesätze, Fragesätze und Aufforderungssätze, zum Beispiel (z.B. – например,): Die Studenten arbeiten viel. Bist du Student? Wo studierst du? Sprich Deutsch!

Im Aussagesatz steht das konjugierte Verb (спрягаемая часть глагола) immer an der zweiten Stelle, z.B.: Wir haben jetzt Deutsch. Das Subjekt steht vor dem Prädikat oder nach dem Prädikat. Man unterscheidet also gerade (прямой) und invertierte (обратный) Wortfolge (порядок слов).

A. Bei gerader Wortfolge steht das Subjekt an der ersten Stelle, z.B.: Die Kinder laufen auf die Straße. Wir schreiben die Regel auf.

An der ersten Stelle kann ein Substantiv mit einem Attribut stehen, z.B.: Die erste Stunde ist Deutsch.

B. Bei invertierter Wortfolge steht an der ersten Stelle ein Nebenglied, z,B. Morgen fahren wir in den Urlaub. In dieser Stadt gibt es viele Museen.

 

Das deutsche Prädikat hat neben dem konjugierten Verb auch einen nicht konjugierten (infiniten) Teil. Das geschieht:

1) beim zusammengesetzten nominalen Prädikat (сложное именное сказуемое): das Prädikativ (именная часть сказуемого) ist ein Adjektiv oder ein Substantiv, z.B.: Die Stadt ist schön. Sein Bruder ist Student.

2) beim zusammengesetzten verbalen Prädikat (сложное глагольное сказуемое): Otto kann sehr gut kochen. Max hat ein Gedicht geschrieben.

Zweiteilige Verben bilden eine Satzklammer. Der Infinitiv oder das Partizip stehen am Satzende, z.B.: Heute muss Frau Müller den Brief unbedingt abschicken. In München sind 50 alte Autos durch die Innenstadt gefahren.

Trennbare Verben bilden auch eine Satzklammer. Das trennbare Präfix steht am Satzende, z.B.: Kathrin gibt das Passwort ein.

 

Übungen

Üb. 1. Bestimmen Sie die Wortfolge. Verwandeln Sie die gerade Wortfolge in die invertierte und umgekehrt.

Heute schreiben die Studenten eine Nacherzählung (изложение). Der Lehrer liest zuerst den Text vor. Dann schreibt er einige Wörter an die Tafel. Er liest den Text noch einmal. Dann beginnen die Studenten mit dem Schreiben.

Üb. 2. Teilen Sie folgende Sätze in die Sätze mit gerader und invertierter Wortfolge ein.

1. Gegen Abend sind die Kinder nach Hause gekommen. 2. Die Katze klettert auf einen Baum. 3. Plötzlich haben die Touristen eine Straße gesehen. 4. Ich gehe mit der Freundin nach Hause. 5. Einige Tage später haben wir einen Brief von ihm bekommen. 6. Hans macht eine Reise nach Frankreich. 7. An der Wand neben der Tür steht ein Schrank. 8. Es ist Nacht. 9. In diesem Jahr regnet es sehr viel. 10. Der Großmutter helfe ich immer gern.

Üb. 3. Setzen Sie die kursiv gedruckten Adverbialbestimmungen der Zeit an den Anfang der Sätze.

1. Die Mutter kommt abends müde von der Arbeit nach Hause. 2. Martin hat am nächsten Morgen eine Postkarte mit einem Schneemann in die Schule gebracht. 3. Familie Becker wohnt seit zwei Monaten in Bielefeld. 4. Wir haben eines Tages unsere Skier genommen und sind die Berge gefahren. 5. Wir haben einige Minuten später wieder Musik aus dem Nebenzimmer gehört. 6. Alle Studenten waren gestern in Moskau. 7. Frau Walter ist mit uns am vorigen Sonntag ins Schwimmbad gegangen. 8. Mein Bruder hat mich nach der Schule ins Kino mitgenommen.

Üb. 4. Setzen Sie an den Anfang folgender Sätze die in Klammern stehenden Modalwörter. Beachten Sie die Wortfolge.

1. Wir gehen morgen mit unseren Eltern in ein Museum. (vielleicht). 2. Herr Braun hat den Schlüssel gefunden. (schließlich) 3. Die Frau hat sich geärgert. (wahrscheinlich) 4. Herr Meier hat Geschichte studiert. (eigentlich) 5. Es gefällt ihm bei uns. (hoffentlich) 6. Das Wetter ist in der letzten Zeit sehr schlecht. (leider) 7. Er kann das allein nicht machen. (natürlich)

Üb. 5. Bilden Sie Sätze und beginnen Sie mit dem unterstrichenen Satzglied!

0. ich, aufstehen, jeden Morgen, um 6 Uhr. – Jeden Morgen stehe ich um 6 Uhr auf.

1. ich, brauchen, keinen Wecker. 2. ich, wach werden, immer, von selbst. 3. ich, gehen, ins Badezimmer, zuerst. 4. ich, sich waschen, dort. 5. ich, putzen, mir, die Zähne, danach. 6. ich, sich kämmen, dann. 7. ich, sich anziehen, danach. 8. ich, gehen, in die Küche, jetzt. 9. ich, vorbereiten, das Frühstück, dort. 10. ich, essen, Brot mit Butter und Marmelade, meistens. 11. ich, trinken, Kaffee oder Tee, dazu. 12. ich, verlassen, das Haus, nach dem Frühstück. 13. ich, gehen, zum Bahnhof. 14. mein Zug, fahren, nach Münster, um 7.10 Uhr. 15. ich, lesen, die Zeitung, während der Fahrt. 16. der Zug, ankommen, in Münster, endlich. 17. ich, zu Fuß gehen, vom Bahnhof zur Universität, nun. 18. ich, sein, im Kursraum, kurz vor 8 Uhr. 19. der Unterricht, beginnen können, jetzt.

 

§ 3. Die Wortfolge in Fragesätzen und Aufforderungssätzen

Man unterscheidet zwei Arten von Fragesätzen: Fragesätze mit einem Fragewort und Fragesätze ohne Fragewort, z.B.: Wie heißt du? Bist du in Berlin?

1) Im Fragesatz mit einem Fragewort (die Ergänzungsfrage, die Wortfrage oder die W-Frage) steht das Fragewort an der ersten Stelle, das konjugierte Verb steht auf Position II, danach das Subjekt und die Nebenglieder, z.B.: Wohin fahren Sie jetzt? Trennbare und zweiteilige Verben bilden eine Satzklammer. Das trennbare Präfix, der Infinitiv oder das Partizip stehen am Satzende, z.B.: Wohin fahren Sie jetzt? Wann bist du nach Hause gekommen?

2) Im Fragesatz ohne Fragewort (die Entscheidungsfrage, die Satzfrage oder die Ja/Nein-Frage) steht das Verb an der ersten Stelle, an der zweiten Stelle steht das Subjekt, weiter sind die Nebenglieder, z.B.: Bringst du mir heute dieses Buch? Trennbare und zweiteilige Verben bilden eine Satzklammer. Das trennbare Präfix, der Infinitiv oder das Partizip stehen am Satzende, z.B. Hat dir dieses Buch gefallen?

Im Aufforderungssatz steht das Verb im Imperativ an der ersten Stelle, z.B.: Komm an die Tafel!

Trennbare Verben bilden eine Satzklammer. Das trennbare Präfix steht am Satzende, z.B. Steh morgen früh auf! Lies den Satz vor!

Übungen

Üb. 1. Stellen Sie Wortfragen zu den kursiv gedruckten Satzgliedern.

1. Ich habe den Brief gestern bekommen. 2. Unser Auto steht auf dem Parkplatz. 3. Der Aufzug bringt uns in den achten Stock. 4. Der Fahrer öffnet die Tür des Autos. 5. Der Kellner grüßt die Herren. 6. Der Ausländer beantwortet unsere Fragen sehr langsam. 7. Unser neuer Kollege kommt morgen aus Finnland. 8. Diese Jacke gehört meinem Freund.

Üb. 2. Stellen Sie Satzfragen zu folgenden Sätzen

A. 1. Aus dem Theater kommen viele Menschen. 2. Der Lehrer war mit den Kindern im Schulgarten. 3. Die Mutter weckt mich jeden Morgen um sieben Uhr. 4. Wir gehen in den Park zu Fuß. 5. Er sucht ein Zimmer in einer ruhigen Straße. 6. Herr Naumann bleibt noch in Dresden. 7. Es geht ihm schon besser. 8. In dieser Stadt gibt es ein Theater.

B. 1. Er hat dieses Buch schon gelesen. 2. Diese Frau kann Klavier spielen. 3. Sie haben diesen Mann im Urlaub kennen gelernt. 4. Er hat das noch in der Schule gelernt. 5. Heute müssen die Kinder zu Hause bleiben. 6. Die Freunde wollen morgen nach Hamburg fahren. 7. Der Journalist ist gestern aus Amerika zurückgekommen. 8. Der Schuldirektor hat mit dem Vater des Jungen gesprochen.


 


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